

Bevor noch Coco Schumann am Mittwoch, dem 6. April, beim
abendlichen Eröffnungskonzert in die Saiten greifen wird, steht
am Vormittag mit ihm eine spezielle Veranstaltung für
Schulklassen auf dem Plan: Der Autor des autobiografischen
Buches „Der Ghetto Swinger“ wird den Jugendlichen von seinem
Über-Leben im KZ Auschwitz berichten.

Tags darauf sind das Trio des Esslinger Saxofonisten Wolfgang
Fuhr und das Quartett der in Westafrika geborenen Vokalistin
Cecile Verny zu hören. Der gerade für den Grammy nominierte
Tastenmann Vijay Iyer feiert in der Salzsiederstadt am 8. April
mit seiner neuen „indischen“ Gruppierung die
Deutschland-Premiere. Zuvor, um 19 Uhr, stellt sich die Band „max.bab“
des Saxofonisten Max von Mosch vor.
Im Hauptprogramm am Samstag gibt es nach dem unorthodoxen Duo
Ditzner/Lömsch das Trio des schwedischen Pianisten Martin
Tingvall. Beschlossen wird das Festival am 10. April mit dem
französischen Solopianisten Francois Couturier und dem Quartett
„Bossalibre“ des Klarinettisten/Saxofonisten Jochen Feucht, der
nun zum dritten Mal beim Haller Jazz-Art-Festival gastiert.

Als Extras bietet das Veranstalterteam bereits am 16. März eine
quasi jazzhistorische Lesung mit Gina Meyer in der
Stadtbibliothek und an den beiden Folgetagen im kommunalen „Kino
im Schafstall“ eine Filmvorführung über Manfred Eichers
ECM-Label an. Für den 30. März ist im der Hospitalkirche
benachbarten Goethe-Institut die Vernissage einer Ausstellung
von Bild-Dokumenten der Festivals seit 2007 angesetzt.
Professor Mini Schulz, Bassist und maßgeblich beim Stuttgarter
Festival „Jazzopen“ beteiligt, wird sprechen und mit dem
Klarinette blasenden Fotografen Hans Kumpf zusammen auch spontan
improvisieren.
Im Zuge einer „Jugendoffensive“, die (hoffentlich) zukünftigen
Jazzfans verbilligte Eintrittkarten offeriert, wird am 9. April
um 11 Uhr die Big Band des Haller Erasmus-Widmann-Gymnasiums
aufspielen. Ein sehr preisgünstiger „Festivalpass“ ist für
pauschale 99 Euro zu haben.
Als Veranstalter fungiert die Kooperative städtisches
Kulturbüro, Jazzclub Schwäbisch Hall, Konzertkreis Triangel und
das ortsansässige Goethe-Institut. Nähere Informationen sind im
Internet abzurufen:
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Text und Photographie von
Hans Kumpf